{"id":4482,"date":"2017-11-20T13:05:25","date_gmt":"2017-11-20T12:05:25","guid":{"rendered":"http:\/\/moked.it\/international\/?p=4482"},"modified":"2018-09-04T16:43:11","modified_gmt":"2018-09-04T14:43:11","slug":"miramare-maximilian-mexikos-glu%cc%88ckloser-kaiser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moked.it\/international\/2017\/11\/20\/miramare-maximilian-mexikos-glu%cc%88ckloser-kaiser\/","title":{"rendered":"MIRAMARE Maximilian I, Mexikos glu\u0308ckloser Kaiser"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5-300x242.png\" alt=\"5\" width=\"300\" height=\"242\" class=\"alignright size-medium wp-image-4483\" srcset=\"https:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5-300x242.png 300w, https:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5-768x620.png 768w, https:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5-790x638.png 790w, https:\/\/moked.it\/international\/files\/2017\/11\/5.png 863w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Von <strong>Gerd Fesser <\/strong><\/p>\n<p>Edouard Manets beru\u0308hmtes Gem\u00e4lde zeigt die Hinrichtung in frappierender Detailtreue: Links stehen die drei Todeskandidaten \u2013 Kaiser Maximilian von Mexiko in \u00dcberrock und mit Sombrero, seine Generale Miguel Miram\u00f3n und T\u00f3mas Mej\u00eda nur mit Uniformhose und wei\u00dfem Hemd bekleidet. Die Infanteristen des Exekutionskommandos bilden eine zwanglose Gruppe. \u00dcber die Mauer im Hintergrund lugen einige Menschen, in der Mitte eine junge Frau, die den Kopf in beide H\u00e4nde stu\u0308tzt. Manet hat das Bild 1868 gemalt, ein Jahr nach der Erschie\u00dfung am 19. Juni 1867. Die Presseberichte und die Schilderungen von Maximilians Gef\u00e4hrten waren noch allgegenw\u00e4rtig. Ein Habsburger, keine 35 Jahre alt, umgekommen im fernen Mexiko, wo er als Kaiser von Frankreichs Gnaden herrschte \u2013 diese bizarre Geschichte bewegte ganz Europa. Auch 150 Jahre danach hat sie nichts von ihrer Faszination verloren. Maximilian, der eigentlich Ferdinand Maximilian hie\u00df, war der ju\u0308ngere Bruder des \u00f6sterreichischen Kaisers Franz Joseph I. Er kam 1832 als Sohn des Erzherzogs Franz Karl und der Prinzessin Sophie von Bayern zur Welt, und mancher hielt ihn, den Zweitgeborenen, fu\u0308r begabter und brillanter als seinen \u00e4lteren Bruder, der nach der Niederschlagung der 1848er-Revolution auf den Kaiserthron kam. Die beiden h\u00e4tten unterschiedlicher kaum sein k\u00f6nnen. Franz Joseph war nu\u0308chtern, verschlossen, fantasielos, stockkonservativ, flei\u00dfig und zielstrebig, im pers\u00f6nlichen Umgang oft steif. Maximilian hingegen besa\u00df viel Fantasie, war den Ku\u0308nsten zugewandt und sogar dem liberalen Zeitgeist von 1848 gegenu\u0308ber aufgeschlossen, charmant, dabei unstet. Er neigte zu romantischen Vorstellungen, seine Stimmung schwankte zwischen H\u00f6henflu\u0308gen und Niedergeschlagenheit. Die beiden genossen dieselbe Erziehung, lernten Franz\u00f6sisch, Englisch, Italienisch, Ungarisch und Tschechisch, wurden in Philosophie und Geschichte unterrichtet. Umso deutlicher traten ihre Differenzen zutage. Bei der milit\u00e4rischen Ausbildung war Franz ganz bei der Sache, Maximilian weniger. Er schrieb Gedichte, malte und fu\u0308hrte sorgf\u00e4ltig Tagebuch. Und er interessierte sich lebhaft fu\u0308r die exotischen Tiere und Pflanzen im Sch\u00f6nbrunner Zoo und in den Gew\u00e4chsh\u00e4usern. In ihm regte sich die Sehnsucht nach fremden L\u00e4ndern. Als er 13 Jahre alt war, bereiste er mit seinen drei Bru\u0308dern die italienischen Provinzen des Kaiserreichs, die Lombardei und Venetien. Dort verku\u0308ndete er w\u00e4hrend einer Schiffsfahrt an der istrischen Ku\u0308ste, er wolle Seemann werden. Mit 19 trat er mit dem untersten Offiziersdienstgrad eines Fregattenleutnants in die \u00f6sterreichische Kriegsmarine ein. Er unternahm etliche Seereisen nach Griechenland, der Tu\u0308rkei, Portugal und Spanien. Sp\u00e4ter, 1860, reiste er nach Brasilien. Im Jahr 1854 bef\u00f6rderte Franz Joseph den 22-J\u00e4hrigen zum Konteradmiral und u\u0308bertrug ihm das Kommando u\u0308ber die Marine. Am Wiener Hof war man entsetzt, in der Flotte aber begeistert. Denn der junge Admiral ging mit Feuereifer an die Arbeit, und er tat viel fu\u0308r die Modernisierung und Verst\u00e4rkung der bis dahin arg vernachl\u00e4ssigten \u00f6sterreichischen Seestreitkr\u00e4fte. Auch die folgenden Jahre brachten ihm Anerkennung und Glu\u0308ck. 1856 stattete Maximilian dem K\u00f6nig von Belgien, Leopold I., einen H\u00f6flichkeitsbesuch ab und lernte dabei dessen Tochter Charlotte kennen. Die sch\u00f6ne, intelligente und ehrgeizige junge Frau verliebte sich sogleich in den feschen Erzherzog mit der romantischen Ader, bei ihm dauerte es etwas l\u00e4nger. Von Leopold sanft gedr\u00e4ngt, hielt Maximilian schlie\u00dflich um ihre Hand an. Der umtriebige Leopold, der aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha stammte, lie\u00df erkennen, dass er fu\u0308r seinen Schwiegersohn eine angemessene Stellung erwartete. Bereits im Februar 1857 ging sein Wunsch in Erfu\u0308llung: Franz Joseph ernannte Maximilian zum Generalgouverneur des K\u00f6nigreiches Lombardo-Venetien. <\/p>\n<p>Das Land war gespalten <\/p>\n<p>1848\/49 hatte sich auch die Bev\u00f6lkerung Lombardo-Venetiens gegen die habsburgische Herrschaft erhoben. Marschall Josef Graf Radetzky warf den Aufstand nieder und regierte das K\u00f6nigreich seitdem mit harter Hand. Maximilian nun war entschlossen, die Bev\u00f6lkerung durch Reformen mit \u00d6sterreich auszus\u00f6hnen. Er lie\u00df das Eisenbahnnetz ausbauen, die letzten Feudallasten abl\u00f6sen und beru\u0308hmte Bauwerke auf Staatskosten renovieren. Er gewann Sympathien, doch die Milit\u00e4rfu\u0308hrung in Wien und Franz Joseph kehrten zum alten Kurs der Unterdru\u0308ckung zuru\u0308ck. Im April 1859, am Vorabend des Oberitalienischen Krieges, wurde Maximilian abgel\u00f6st und Lombardo-Venetien wieder unter Milit\u00e4rverwaltung gestellt. Nach dem verlorenen Krieg musste \u00d6sterreich die Lombardei dann an das K\u00f6nigreich Piemont abtreten, unter dessen Fu\u0308hrung sich 1860 Italien zum Nationalstaat einte. Zu Heiligabend jenes Jahres zog Maximilian mit Charlotte in sein Traumschloss Miramar ein, das er sich in pomp\u00f6sem Gru\u0308nderzeitstil bei Triest an der Adria hatte bauen lassen. Das Das Land war gespalten 1848\/49 hatte sich auch die Bev\u00f6lkerung Lombardo-Venetiens gegen die habsburgische Herrschaft erhoben. Marschall Josef Graf Radetzky warf den Aufstand nieder und regierte das K\u00f6nigreich seitdem mit harter Hand. Maximilian nun war entschlossen, die Bev\u00f6lkerung durch Reformen mit \u00d6sterreich auszus\u00f6hnen. Er lie\u00df das Eisenbahnnetz ausbauen, die letzten Feudallasten abl\u00f6sen und beru\u0308hmte Bauwerke auf Staatskosten renovieren. Er gewann Sympathien, doch die Milit\u00e4rfu\u0308hrung in Wien und Franz Joseph kehrten zum alten Kurs der Unterdru\u0308ckung zuru\u0308ck. Im April 1859, am Vorabend des Oberitalienischen Krieges, wurde Maximilian abgel\u00f6st und Lombardo-Venetien wieder unter Milit\u00e4rverwaltung gestellt. Nach dem verlorenen Krieg musste \u00d6sterreich die Lombardei dann an das K\u00f6nigreich Piemont abtreten, unter dessen Fu\u0308hrung sich 1860 Italien zum Nationalstaat einte. Zu Heiligabend jenes Jahres zog Maximilian mit Charlotte in sein Traumschloss Miramar ein, das er sich in pomp\u00f6sem Gru\u0308nderzeitstil bei Triest an der Adria hatte bauen lassen. Das Paar fu\u0308hrte ein gro\u00dfes Haus und gab glanzvolle Feste. Doch bald schon verzehrte Maximilian sich in Langeweile. Er hatte das Gefu\u0308hl, es werde fu\u0308r ihn keine gro\u00dfe Aufgabe mehr geben. Da er\u00f6ffnete sich ihm im Oktober 1861 eine verlockende Perspektive: Der franz\u00f6sische Kaiser Napoleon III. bot ihm, vorerst noch vage, die mexikanische Kaiserkrone an! Das Angebot schmeichelte der Eitelkeit des Erzherzogs, und Charlotte dr\u00e4ngte ihn energisch, den Vorschlag anzunehmen. Dabei war abzusehen, dass es sich um ein Himmelfahrtsunternehmen handelte. Mexiko war seit der Zeit der Konquistadoren eine Kolonie Spaniens gewesen. 1821 hatte es die Unabh\u00e4ngigkeit erlangt, doch die Geschichte des neuen Staates bestand aus einer endlosen Serie blutiger Bu\u0308rgerkriege. Das Land war gespalten. Eine Oberschicht von Kreolen (Wei\u00dfen spanischer Herkunft) stand dem Gros der Einwohner entgegen, meist Indios oder Mestizen (Mischlinge). Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Bodens geh\u00f6rte kreolischen Grundbesitzern oder der Kirche. Die Lage der Landarbeiter \u00e4hnelte der von Leibeigenen. Mit dem Jahren gewannen die Sachwalter der Bu\u0308rger und Bauern die Oberhand gegenu\u0308ber den konservativen Landbesitzern, der Geistlichkeit und der Generalit\u00e4t. 1858, nach Jahren der Anarchie und wiederholter milit\u00e4rischer Gewaltherrschaft, wurde der liberale Politiker Benito Ju\u00e1rez Vizepr\u00e4sident, 1861 u\u0308bernahm er das Amt des Pr\u00e4sidenten. Der Indio aus dem Stamme der Zapoteken war studierter Jurist und schon als Gouverneur und Justizminister der Schrecken aller korrupten Beamten und Politiker. Ju\u00e1rez leitete eine \u00c4ra tief greifender Reformen ein. Er verordnete eine strikte Trennung von Staat und Kirche, schloss die Kl\u00f6ster und enteignete einen Teil des kirchlichen Gro\u00dfgrundbesitzes. So wollte er die zerru\u0308tteten Staatsfinanzen sanieren. Im Juli 1861 stellte er zudem die Zahlung der Auslandsschulden zeitweilig ein (und die waren immens: Der Schweizer Bankier Jecker etwa hatte Ju\u00e1rez\u2019 Vorg\u00e4nger rund sieben Millionen Franc geliehen; jetzt forderte er einschlie\u00dflich Zins und Zinseszins 75 Millionen zuru\u0308ck). Mexikos Gl\u00e4ubigerstaaten Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Spanien reagierten prompt: Ende 1861, Anfang 1862 schickten sie Truppen in die Hafenstadt Veracruz, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Als Ju\u00e1rez einlenkte, zogen Briten und Spanier wieder ab. Die Franzosen aber blieben. Konservative Kreise in Mexiko hatten schon in den Jahren zuvor die Idee entwickelt, das Land, das seit 1823 eine Republik war, zur Sicherung ihrer Macht und ihrer Privilegien in eine Monarchie zu verwandeln und dafu\u0308r einen europ\u00e4ischen Prinzen zu gewinnen. Ihnen nahestehende Emigranten hatten die franz\u00f6sische Kaiserin Eug\u00e9nie umgarnt \u2013 mit Erfolg: Sie wurde eine einflussreiche Fu\u0308rsprecherin der mexikanischen Herrenschicht und der Kirche. Nun, da die USA in einen Bu\u0308rgerkrieg verwickelt waren, schien Napoleon III. der Augenblick gu\u0308nstig, den Plan umzusetzen. Er hatte dabei vor allem franz\u00f6sische Interessen im Blick: Er wollte aus Mexiko einen Satellitenstaat machen, das riesige Land als Lieferant billiger Rohstoffe und als Abnehmer franz\u00f6sischer Waren nutzen. Dass er Maximilian die Rolle einer Marionette zugedacht hatte, durchschaute der Habsburger wohl nicht. Umgehend lie\u00df Napoleon die Truppen in Mexiko auf 38.000 Mann aufstocken, im Juni 1863 zogen sie in Mexiko-Stadt ein. Ihr Befehlshaber, General \u00c9lie-Fr\u00e9d\u00e9ric Forey, berief eine Versammlung konservativer Notabeln (Geistliche, Beamte, Grundbesitzer) ein, die auf sein Gehei\u00df Maximilian zum Kaiser proklamierte. Bis der designierte Herrscher die Fahrt u\u0308ber den Atlantik antrat, verging indes noch mehr als ein Jahr. Im M\u00e4rz 1864 reisten Maximilian und Charlotte zun\u00e4chst nach Paris zu Napoleon III., und Maximilian, der von Geld nicht viel verstand, lie\u00df sich auf Abmachungen ein, die man sp\u00e4ter als Konvention von Miramar bezeichnete. Sie verurteilten sein ku\u0308nftiges Reich, dessen Finanzen durch die Bu\u0308rgerkriege v\u00f6llig zerru\u0308ttet waren, zum Bankrott. Mexiko, so wurde festgelegt, sollte fu\u0308r den Unterhalt der franz\u00f6sischen Truppen bis zum 1. Juli 1864 260 Millionen Franc zahlen. Danach sollte Maximilians Regierung fu\u0308r jeden franz\u00f6sischen Soldaten, der im Lande stand, j\u00e4hrlich 1.000 Franc aufbringen. Kaiser Franz Joseph lie\u00df den Ju\u0308ngeren gew\u00e4hren. Der Gedanke, sein Bruder werde ku\u0308nftig weit weg, auf der anderen Seite der Erdkugel, t\u00e4tig sein, schien ihm sogar verlockend, hatte er von der Geheimpolizei doch immer wieder Berichte erhalten, Maximilian habe sich kritisch u\u0308ber die Politik der Wiener Regierenden ge\u00e4u\u00dfert. Bevor Maximilian sich auf die Reise machte, n\u00f6tigte Franz Joseph ihn, auf alle Erbrechte in \u00d6sterreich zu verzichten. Maximilian war emp\u00f6rt, doch Franz Joseph blieb unerbittlich. Am 14. April 1864 schlie\u00dflich gehen Maximilian und Charlotte an Bord der Fregatte Novara. Sie fahren nach Civitavecchia. Von dort begibt Maximilian sich auf dem Landweg nach Rom, um sich vom Papst zu verabschieden und ihn um seinen Segen zu bitten. Sechs Wochen lang ist das Schiff dann nach Mexiko unterwegs, und w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt beginnt Maximilian damit, fu\u0308r seinen ku\u0308nftigen Hof ein Etikette-Handbuch auszuarbeiten. Es wird schlie\u00dflich 600 Seiten umfassen. Minuti\u00f6s werden darin das Verhalten bei einer Audienz, die Sitzordnung beim Hofdiner, Rang und Aufgaben der Hofchargen, die Verleihung von Orden, die Uniformierung der Palastgarde und vieles andere geregelt. Maximilian, der doch liberale Regungen hat, will gleichwohl ein pers\u00f6nliches Regiment fu\u0308hren und orientiert sich an der steifen spanischen Etikette des Wiener Hofes.<\/p>\n<p>Maximilian l\u00e4sst sich nicht beirren <\/p>\n<p>Der Empfang, der dem Kaiser im freiheitsliebenden Veracruz bereitet wird, ist weniger h\u00f6flich: &#8220;Etwa hundert Eckensteher, Wassertr\u00e4ger, Stra\u00dfenjungen und sonstiges Gesindel laufen dem Zug voran&#8221;, erinnert sich ein Augenzeuge. &#8220;Musikbanden, aus allerlei Kneipen zusammengesucht&#8221;, h\u00e4tten ein &#8220;unbeschreibliches Get\u00f6se&#8221; veranstaltet. Auf der Reise nach Mexiko-Stadt nimmt Maximilian dann begeistert die Sch\u00f6nheit der Landschaft und der Vegetation wahr, genie\u00dft den Anblick der schneebedeckten Vulkane, der Kokospalmen und Orchideen. Am 12. Juni ziehen er und Charlotte feierlich in der Hauptstadt ein. Maximilian kommt guten Willens, Mexiko in einen modernen, blu\u0308henden Staat zu verwandeln. Doch viele Mexikaner sehen in ihm einen Usurpator. Kein amerikanischer Staat erkennt den Habsburger als Kaiser von Mexiko an. Der entmachtete Benito Ju\u00e1rez zieht seine Truppen nach Norden zuru\u0308ck und fu\u0308hrt von dort aus einen gnadenlosen Kampf gegen die Franzosen und den neuen Monarchen. Selbst die Konservativen, die Maximilian herbeigerufen haben, sind entt\u00e4uscht, weil er den verstaatlichten Kirchenbesitz nicht zuru\u0308ckgibt. Doch Maximilian l\u00e4sst sich nicht beirren. Er will sich selbst ein Bild machen. Monatelang bereist er das Land, wobei er gro\u00dfe Strapazen auf sich nimmt. Was er u\u0308ber den Zustand der Funktionselite herausfindet, ernu\u0308chtert ihn. Am 30. Oktober 1864 schreibt er an einen seiner Berater: &#8220;Das Schlimmste, was ich bis jetzt in diesem Land fand, bilden drei Klassen: die Justizbeamten, die Offiziere der Armee und der gr\u00f6\u00dfte Teil des Klerus. Alle diese kennen ihre Pflichten nicht und leben einzig und allein des Goldes wegen. Die Richter sind bestechlich. Die Offiziere kennen kein Ehrgefu\u0308hl, und dem Klerus fehlt die christliche Liebe und die Moralit\u00e4t.&#8221; Er macht sich daran, eigene Truppen aufzubauen: eine \u00f6sterreichische Freiwilligen-Brigade, zwei belgische Freiwilligen-Bataillone und sogar ein \u00e4gyptisches Bataillon. Charlotte gibt glanzvolle B\u00e4lle und wird von den franz\u00f6sischen Offizieren bewundert. Sie genie\u00dft das zeitweilig sehr. Doch auf die Dauer findet sie weder Mexiko noch seine Bewohner sympathisch. Maximilian liebt Land und Leute aufrichtig. Er fu\u0308hrt die Pressefreiheit ein und errichtet eine Akademie der Wissenschaften. Seine Regierung erl\u00e4sst eine Vielzahl von Reformgesetzen, aber, wie der preu\u00dfische Gesandte Anton Freiherr von Magnus schreibt: &#8220;Niemandem f\u00e4llt es ein, dieselben auszufu\u0308hren.&#8221; Die finanzielle Situation spitzt sich unterdessen zu. Zwar wird eine Anleihe von 200 Millionen Franc aufgelegt, doch kommen in Mexiko nur 34 Millionen an. Das Verh\u00e4ltnis zu Frankreich bleibt ebenfalls nicht ungetru\u0308bt. Napoleon III., der Maximilian zun\u00e4chst umschmeichelt hat, schreibt ihm nun Briefe, die sich wie Anweisungen an einen Untergebenen lesen. Und auch mancher franz\u00f6sische General l\u00e4sst den Kaiser spu\u0308ren, wer der wirkliche Herr im Lande ist. Zum Schicksalsdatum wird der 9. April 1865, als der Amerikanische Bu\u0308rgerkrieg mit dem Sieg der Nordstaaten endet. Die Regierung in Washington hat nun wieder die volle Handlungsfreiheit und verweist mit milit\u00e4rischen Drohgeb\u00e4rden auf ihre Monroe-Doktrin von 1823, der zufolge die USA keinerlei Versuche europ\u00e4ischer Staaten dulden, Lateinamerika zu rekolonisieren. Napoleon III. zieht daraufhin schrittweise seine Truppen aus Mexiko ab. Obendrein untersagt Franz Joseph I., von den USA gedr\u00e4ngt, die weitere Anwerbung von Freiwilligen: 2.000 K\u00e4mpfer, die sich bereits in Triest eingeschifft haben, mu\u0308ssen ihren Traum von Abenteuer und Ruhm begraben und wieder an Land gehen. Maximilians Lage ist hoffnungslos. Die Truppen seines Widersachers Ju\u00e1rez ru\u0308cken immer weiter vor. Er denkt an Abdankung, doch Charlotte redet ihm das aus. Sie reist nach Europa, wo sie sich vergeblich bemu\u0308ht, Napoleon und den Papst zur Unterstu\u0308tzung zu bewegen. Im September 1866 erleidet sie in Rom einen Nervenzusammenbruch, von dem sie sich nicht mehr erholen wird. Eine Nachricht aus der Heimat erfu\u0308llt Maximilian jedoch mit Genugtuung: Zwar wird die \u00f6sterreichische Armee am 2. Juli 1866 bei K\u00f6niggr\u00e4tz von den Preu\u00dfen geschlagen. Doch am 20. Juli besiegt die von Maximilian modernisierte Flotte in der Seeschlacht von Lissa die u\u0308berlegenen Italiener. Das Flaggschiff des siegreichen Admirals Wilhelm Freiherr von Tegethoff hei\u00dft Erzherzog Ferdinand Max. Der Erzherzog selbst steht auf verlorenem Posten. Nach dem Abzug der letzten franz\u00f6sischen Soldaten 1867 bleiben ihm nur seine europ\u00e4ischen Freiwilligen und einige wenige loyale mexikanische Einheiten. Zu Beginn des Jahres kontrolliert er noch fu\u0308nf St\u00e4dte: Mexiko-Stadt, Puebla, Veracruz, Orizaba und Quer\u00e9taro. In Letzterer wird sein Untergang besiegelt. Im Februar eilt er den Einwohnern mit 1.600 Soldaten zu Hilfe. Kurz darauf wird die Stadt von republikanischen Truppen unter dem Kommando des Generals Mariano Escobedo belagert. Die Eingeschlossenen leisten hartn\u00e4ckig Widerstand, doch schlie\u00dflich gehen Lebensmittel und Munition zur Neige. Am 15. Mai 1867 kapituliert der Kaiser von Mexiko. Benito Ju\u00e1rez, der Maximilian nie als legitimen Herrscher anerkannt hat, l\u00e4sst ihn durch ein Kriegsgericht zum Tode verurteilen und am 19. Juni 1867 erschie\u00dfen. Monate sp\u00e4ter, nach schwierigen Verhandlungen, f\u00e4hrt Admiral Tegethoff mit der Fregatte Novara, die vier Jahre zuvor Maximilian nach Mexiko gebracht hat, nach Veracruz und holt den mehr schlecht als recht einbalsamierten Kaiser heim nach Wien. In der Kapuzinergruft findet Maximilian seine letzte Ruhest\u00e4tte. Seine Witwe, vollends dem Wahnsinn verfallen, u\u0308berlebt ihn um viele Jahrzehnte: Als sie 1927 stirbt, ist das franz\u00f6sische Kaisertum Geschichte, das Habsburgerreich versunken und ihr mexikanisches Abenteuer eine Anekdote aus fernen Zeiten. Geblieben ist, bis heute, ein Lied: La Paloma. Zu Zeiten Maximilians in Mexiko komponiert, brachten es ehemalige Soldaten seiner \u00f6sterreichischen Brigade u\u0308ber das weite, blaue Meer nach Europa.<br \/>\n<strong><br \/>\n*Die Zeit, 7. Juni 2017.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Gerd Fesser Edouard Manets beru\u0308hmtes Gem\u00e4lde zeigt die Hinrichtung in frappierender Detailtreue: Links stehen die drei Todeskandidaten \u2013 Kaiser Maximilian von Mexiko in \u00dcberrock und mit Sombrero, seine Generale Miguel Miram\u00f3n und T\u00f3mas Mej\u00eda nur mit Uniformhose und wei\u00dfem Hemd bekleidet. 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