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Seiten des Sommers

Schaufeln und Eimer, ein Ball, ein Netz und ein Schmetterling: Wie jedes Jahr mit der Sommerausgabe kehrt dem Sondermagazin zurück, das Paolo Bacilieri für DafDaf gestaltet hat. Auf dem Cover öffnet eine Illustration der Strega Comanda Color, Luisa Valenti, ein erstes Fenster in ihrer Kolumne, die zwei Büchern gewidmet ist: “Eines ist ein Regenbogen-Leporello mit Lochkarten aus Obst und Gemüse, mit dem man endlose Spiele zur Entdeckung seltsamster Kreuzungen spielen kann. Und das andere ist ein Buch für Erwachsene und für diejenigen, die Wissenschaft nur dann gut verstehen, wenn sie auch Geschichten hören“, schreibt er. Sie heißen “Hello Tomato” und “Die Botanik des Verlangens”, und während das erste perfekt zum Spielen an langen Sommerabenden ist, ist das letzte eine Mine für kuriose Informationen. Auf Äpfeln zum Beispiel, wie junge Leser entdecken werden.
Der Buchteil ist „Das Kind, das aus dem Fluss kam“, gewidmet und erzählt von den Abenteuern des Moses. Der Journalist und Schriftsteller Wlodek Goldkorn fand bei seinem Debüt in der Kinderliteratur nach verschiedenen erfolgreichen Büchern, die sich an ein erwachsenes Publikum richteten, um seine Idee von Moses vorzuschlagen, Unterstützung in den Zeichnungen eines bekannten italienischen Illustrators. Eine auf traditionellen Quellen aufbauende Geschichte mit einer Prise Fantasie, die zu wichtigen Fragen führt: Was ist Freiheit? Woher kommt dieses Bedürfnis? Und warum muss jede Generation wachsam und aktiv sein?
Zwei Seiten sind dann Eric Carle gewidmet, dem Autor und Illustrator vieler kleiner Meisterwerke, der Generationen junger Leser (und deren Eltern) faszinieren konnte. Er ist gerade gestorben. Sein bekanntestes Buch The Very Hungry Caterpillar wurde in 62 Sprachen übersetzt und über 40 Millionen Mal verkauft. Anna Castagnoli, eine große Expertin für Illustration und Literatur für Kinder, schrieb über ihn: „Jeder ist in der Lage, farbige Papierstücke zu zerreißen und zu kleben, aber nur er konnte diese Papierstücke animieren und in Lebewesen verwandeln. Ein liebevoller Gruß und gute Reise, toller Lehrer”.
Claudia De Benedettis Kolumne “in der Küche” gibt uns diesen Monat zwei Rezepte: den Bicerin, eine Turiner Spezialität, die Entwicklung eines Rezepts, das im 18. Jahrhundert sehr in Mode war, die Bavareisa, und eine leckere Linsensuppe, die auch nützlich für ein kleiner Rückblick auf diese bekannte Episode ist, die in Toledoths Parasha erzählt wurde. Tatsächlich verkaufte Esau seine Erstgeburt an seinen Bruder Jacob für eine Linsensuppe … und Claudia erinnert uns daran, dass rote Linsen verwendet werden, weil uns in der biblischen Geschichte erzählt wird, dass Esau, als er auf die Welt kam, ganz rot war und außerdem bat er Jacob, “etwas von diesem roten Zeug” zu essen. Und er wurde Adom genannt, was auf Hebräisch “rot” bedeutet.
Zum Abschluss ist die dem Schach gewidmete Kolumne, die in diesem Monat nur ein kleines Geheimnis des technischen Direktors des jüdischen Schachclubs Michail Tal erzählt, über den wir in den letzten Ausgaben und in der Sonderausgabe gesprochen haben (klicken Sie hier, um sie zu durchsuchen). Die italienische Monatsschrift des Judentums Pagine Ebraiche widmetediese Sonderausgabeder Beziehung zwischen Schach und Judentum. Mario ist in der Tat auch Autor mehrerer Lieder und einer, der 2001 einer Protagonist des Zecchino d’oro war, ist dem Schach gewidmet … und der Meister Adolivio Capece, Herausgeberder Kolumne – der in den nächsten Monaten mit seinem Unterricht zurückkehren wird- schickte uns den Text, so perfekt um den ganzen Sommer gesummt zu werden, dass er mit seinem Refrain nicht mehr aus dem Kopf herauskommt. Der Refrain sich wiederholt: „Du bist gebraten, du bist gebraten! Ich habe dir Schachmatt gegeben. Mach dieses Gesicht nicht, ich fordere dich heraus, wenn du willst. Du bist gebraten, du bist gebraten! Ich habe dir Schachmatt gegeben. Mach diesen Gesichtsausdruck nicht, ich fordere dich heraus, wenn du willst. Lass uns die Teile an Ort und Stelle bringen, lass uns noch etwas spielen”.
Viel Spaß beim Lesen, schönen Sommer!

Übersetzung von Silvia Bozzo mit der Hilfe von Antonella Losavio, Studentinnen der Hochschule für Dolmetscher und Übersetzer der Universität von Triest und Praktikantinnen bei der Zeitungsredaktion der Union der jüdischen Gemeinden von Italien.